Eine Auswahl der bekanntesten
Modulationsarten soll hier gezeigt werden. Alle hier aufgezählten
Modulationsarten finden im Amateurfunk rege Anwendung.
Wer sich unter "Modulation" nichts vorstellen kann, dem sei gesagt,
daß es sich bei Modulation um das Vorgehen handelt, welches bestimmt wie die zu
übertragenden Informationen in das hochfrequente Sendesignal eingearbeitet
werden.
Die Modulationsarten können unter Umständen auch kombiniert werden.
CW - Continous Wave:
Das ist Telegraphie. CW steht etwa für
"gleichmäßige Welle" und wird verständlich, wenn man weiß, daß nur
eine unmodulierte (sprich: unveränderte, elektromagnetische Welle) gesendet
wird. Je nach Telegraphiegeschwindigkeit sind Bandbreiten von unter 10 Hz bis 150
Hz üblich. SCW steht für "Slow CW" und findet besonders bei
ungünstigen Übertragungsbedingungen Anwendung. Durch die niedrige
Geschwindigkeit der Telegraphie haben empfangende Stationen die Möglichkeit
diese Funksignale auf Wasserfalldiagrammen von Spektrumanalyzern sichtbar zu
machen.
AM - Amplitude Modulation:
Bei diesem Verfahren wird die Amplitude der
Trägerfrequenz durch die NF verändert.

Amplitudenmodulation erzeugt man dadurch,
dass man das Niederfrequenzsignal (NF) mit dem Trägersignal (HF) in einer
Modulationsstufe mischt. Bei jeder Mischung entstehen neue Frequenzen.
Wenn ein
Sender nicht übersteuert wird, entstehen als zusätzliche Frequenzen die Summen
und die Differenzen aus Träger- und Signalfrequenz. Zeichnet man die Frequenzen
in ein Diagramm, nennt man dieses Diagramm "Frequenzspektrum". Man
nennt diese neuen Frequenzen Seitenfrequenzen oder Seitenbänder. Das untere
Seitenband (lower side band) wird mit LSB bezeichnet und das obere (upper side
band) mit USB.
Spektrum eines AM-Signals, das mit einer einzelnen Frequenz moduliert wurde
Ein NF-Signal besteht aus den Frequenzen 0,5 kHz, 1
kHz, 2 kHz und 3 kHz mit unterschiedlichen Amplituden (Bild A). Wenn der Träger
eine Frequenz hat von 1000 kHz, ergibt sich ein Frequenzspektrum, wie es in
Bild 6 dargestellt ist. Beachten Sie: Die Amplituden der Seitenfrequenzen
entsprechen im Verhältnis denen des NF-Signals, 1000,5 kHz und 1001 kHz sind
beispielsweise höher als 1002 und 1003 kHz.
Diese Art der Amplitudenmodulation nennt man Zweiseitenbandmodulation mit
Träger.
A: NF-Frequenzspektrum, B: Spektrum der AM
(Quelle: Amateurfunk-Lehrgang Klasse 3, Eckart Moltrecht, DJ4UF)
SSB - Single Sideband
:
Im Gegensatz zur älteren AM-Modulation wird
bei SSB nur ein Seitenband übertragen. Das zweite Seitenband, sowie der Träger
werden durch ein steilflankiges Filter (mit ca. 2 kHz Bandbreite) unterdrückt.
Welches Seitenband benutzt wird ist nicht relevant. Man hat sich jedoch darauf
geeinigt auf Frequenzen unter 10 MHz das untere Seitenband LSB (Lower
Sindeband), und über 10 MHz das obere Seitenband USB (Upper Sideband) zu
benutzen.
FM - Frequency Modulation
NFM - Narrow Frequency Modulation:
Frequenzmodulation, bekannt vom UKW-Rundfunk oder
Satellitenfernseh. Für den Phoniebetrieb sind die Bandbreiten von FM jedoch
deutlich niedriger als beim Rundfunk. Darum "Narrow FM", also
"schmale" Frequenzmodulation, genannt.
PSK - Phase Shift
Keying:
Die Modulation eines PSK-Signals wird durch
Phasensprünge im Sendesignal realisiert. Je nach Anzahl der maximal
darstellbaren Phasenzustände eines PSK-Signals bekommt dieses eine bestimmte
Bezeichnung. Sind beispielsweise zwei Zustände unterscheidbar, so nennt man das
Verfahren BPSK (Binary Phase Shift Keying), sind es 4 Zustände sprcht man von Quadratur Phase
Shift Keying (4-PSK / 4fach-PSK).
Bei geschickter Anwendung sind relativ
niedrige Bandbreiten realisierbar.
QPSK WAVEFORM
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(Quelle: http://www-df0uk.etec.uni-karlsruhe.de/web/d/einsteiger/newbeehilfeweiter.html)