RTTY
Wie bereits eingangs beschrieben hat das
Amateur-Funkfernschreiben eine reiche Tradition, sie wurde seinerzeit vom TELEX
(Fernschreiben) in den Amateurfunk übernommen.
RTTY und auch der TELEX arbeiten mit einem 5-Bit
Daten-Code (Baudot-Code), der nach dem Erfinder benannt wurde.
Es können nur die 26 Buchstaben des Alphabets ohne Unterscheidung von Gross-
und Kleinschrift, die Zahlen 0-9, sowie einige Sonder- und Steuerzeichen
dargestellt werden.
Der 7-Bit und 8-Bit ASCII- Code wurden bei RTTY versuchsweise eingeführt, sie
konnten sich aber nie durchsetzen.
Es existiert kein fehlerkorrigierendes Protokoll.
Die Standard-Übertragungsgeschwindigkeit beträgt auf den KW-Bändern 45,45 Baud,
auf den UKW-Bändern findet man bis zu 300 Baud.
RTTY
ist für Rund-QSOs und Conteste geeignet.
RTTY benutzt eine Zweiton FSK-Modulation (frequency stift keying), ist relativ
breitbandig und frequenztolerant.
RTTY ist auf Kurzwelle im 80- und im 20-m-Band
besonders häufig anzutreffen und besticht mit seinen großen Reichweiten und
weltweiter Verbreitung.
Vorteile:
Für RTTY spricht nach
wie vor die Einfachheit und Schnelligkeit im Direkt-QSO, RTTY-QSO's können um
einiges schneller abgewickelt werden als z.B. Packet-Radio-QSO's. Weil ein
fehlerkorrigierendes Protokoll fehlt, entfallen die zeitintensive Kontrolle der
Daten und die notwendigen Umschaltzeiten und automatischen Nachfragen. Werden
Zeichen während der Übertragung zerstört, müssen sie „im Kopf des
Operaters" ersetzt werden, sofern dies vom Rest der Übertragung noch
möglich ist.
RTTY wird in entsprechenden Contesten genutzt, es existieren spezielle
Contest-Programme mit Unterstützung komfortabler Logbuch-Funktionen,
Datenbank-Anbindungen (CDs und Internet-Server),Transceiver- und
Rotor-Steuerung, DX-Cluster-Anbindung und vieles mehr.
Es sind auch ohne Probleme sogannte "Rund-QSO's" möglich.
Ausrüstung :
Computer DOS oder WIN95/98 oder
aufwärts, Modem/TNC
oder Soundkarte.
Minimallösung: DOS mit Hamcom-Interface
Software oder Terminal-Betrieb
(Quelle: http://homepage.swissonline.ch/cbgarage/rtty.html)
Software: MMTTY,
MixW2, RckRTTY, BTL, HamScopte und viele mehr
Hardware-Decoder: Alle bekannten Decoder.
Typischer Sound eines RTTY-Signals
Zukunftsaussichten:
Zum Anfang wurde die Geschichte
des Funkfernschreibens RTTY schon erklärt. Da die Übermittlung nicht gegen
Fehler geschützt und obendrein recht langsam war, wurde das Funkfernschreiben
weiterentwickelt. Zunächst wurde das AMTOR-Verfahren entwickelt, welches eine
Fehlerkorrektur ermöglicht, aber auch nicht sehr schnell ist. Die Weiterentwicklung von Amtor ist PACTOR,
das durch spezielle Verfahren eine Übertragung mit geringsten Feldstärken und
nicht mehr akustisch wahrnehmbaren Signalen erlaubt.