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AUDI-Navigationssystem
2 - GPS-Ausgang für APRS Ich fahre seit mehr als 15 Jahren privat und beruflich AUDI und habe inzwischen den zweiten A6 mit Navigationssystem 2. Natürlich kam mir sehr schnell die Idee das vorhandene GPS für den Anschluss an das APRS-taugliche Funkgerät zu nutzen, ein Kenwood TMD700 und dafür keinen 2ten Empfänger mit Kabel etc. zu installieren. Zunächst war es ziemlich schwierig den GPS-Empfänger überhaupt ausfindig zu machen. Nach dem was mir von verschiedenen Quellen, die es wissen sollten, mitgeteilt wurde, war das GPS bis etwa 1998/1999 als separates Modul im Fahrzeug auffindbar, beim Kombi irgendwo links hinten im Heck. Ich fand dort viele Kästchen, aber nichts, was nach GPS aussah. Letztendlich fand ich heraus, dass mein A6 Avant, Baujahr 2000 dieses Modul nicht mehr separat hat, der GPS-Empfänger sitzt mit im Einschub des Radios/Navigationsgeräts im Armaturenbrett. |
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Bilder
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Zunächst habe ich mir die passenden 4 Haken besorgt, die benötigt werden, um den Einschub auszubauen. Sowas bekommt man im Fachhandel, bei ATU, Conrad Elektronik oder sonst wo. Nach dem Entfernen aller Kabel kann man den Einschub herausnehmen und erkennt auf der Rückseite (Bild 0023), dass er 2-geteilt ist, das Radio unten, das Navi mit CD im oberen Teil. Wenn man das Blech etwa in der Mitte der Rückseite abschraubt kann man ein Flachbandkabel entfernen, was beide Einheiten elektrisch miteinander verbindet (Bild 0025). Man nehme die obere Einheit (Bild 0029) und entferne vorsichtig das CD-Laufwerk und trenne die darunterliegenden Platinen. Die Platinen sind huckepack montiert und über eine Steckerleiste verbunden (auf Bild 0030 links und rechts zu erkennen). Das Auffinden des GPS-Empfängers innerhalb dieses Einschubs ist im Prinzip nicht schwierig, man verfolgt einfach den GPS-Antenneneingang, diese spezielle, sehr kleine HF-Buchse ist auch für Layen zu erkennen. Der Stecker ist mit einem Kunststoffriegel gesichert ...aber schon irrt man. Der GPS-Anschluss geht genau an die Hälfte, auf der der Empfänger nicht steckt. Hat man die Platinen erst mal freiliegen, findet man in einer Ecke der ursprünglich oberen Platine eine separate Einheit. Man erkennt, dass das Anschlusskabel der GPS-Antenne in die Buchse der anderen Platine gesteckt wird und von dort über ein Kabel zu dem GPS-Modul führt. Wer den IC-Typen im Internet sucht, erkennt, dass es sich um einen GPS-Baustein handelt. Das letzte Problem ist dann die Stelle zu finden, wo man das NMEA-Signal abgreifen kann. Hierzu habe ich das Gerät mit Verlängerungskabel so weit anschlussfertig gemacht, dass ich es im ausgebauten Zustand im Auto betreiben und mit einem Oszillioskop messen konnte. Als hätte es jemand so vorbereitet, findet man die Signale trotz SMD-Technik an recht grossen Lötaugen, an denen man problemlos dünne Drähte anlöten kann. Wer das auf den Fotos (Bild 0030-0047) trotz schlechter Qualität der einfachen Digitalkamera ohne Zoom halbwegs erkennen kann, kann sich eigenen Messaufwand ersparen. Ich denke, auf Bild 0047 sollten die Stellen ausreichend erkennbar sein. Masse und Plus 5 Volt lassen sich relativ leicht mit einem Multimeter verifizieren, irgendwo findet man sicherlich ein TTL-IC, wo man den 5Volt-Anschluss kennt, Masseflächen sind ausreichend zu finden. |
Zu
den Farbe, die ich verwendet habe:
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rot
ist plus 5 Volt für den Pegelwandler von TTL auf RS232 (MAX232 oder ähnliches, zur
Not auch Transistorschaltung)
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grün
ist die Datenleitung (NMEA)
·
weiß
die Masse
Die
NMEA-Daten sind an der angegebenen Stelle bereits korrigiert (DGPS) und immer
sehr genau, auch als es die USA noch nicht so gut meinten und noch eine größere
Verfälschung eingebaut war !
Wer
die Punkte sicherheitshalber selbst ausmessen will, findet an dem GPS-Chip nur
2 asynchrone Datensignale, die in Frage kommen, die hier verwendeten NMEA-Daten
(4800 Baud) und den Datenstrom der Korrekturdaten für DGPS, die beim Mittracen
keine sinnvolle Anzeige ergeben.
Der
Pegelwandler auf einer kleinen Lochrasterplatine lässt sich noch leicht
unterbringen, es gibt ausreichend freien Platz (s. Bild 30 oben rechts). Mit einem ausreichend guten
und dauerhaften Kleber kann man ihn irgendwo hinkleben, ich habe
sicherheitshalber ein Loch durch die Platine gebohrt (Bild 0047
oben rechts) und
ihn angeschraubt, bevor sich Kleber durch die dauernde Temperatur- und
Wärmebelastung löst und der Baustein Kurzschlüsse verursacht.
Beim Zusammenbau sollte man darauf achten, dass die Platinen wieder sauber aufeinander gesteckt werden, hier wollen elektrische Kontakte und mechanische Führungen meist unterschiedliche Wege gehen.
Die
Steckverbindung lässt sich an beiden Enden entfernen, das eine hat
Messerkontakte, das andere Pfostenfeldstecker, ich fand es einfacher die
Messerleiste vorab aufzustecken und die Pfostenfeldleiste beim Einbau der
Platine wieder zu verbinden.
Ich
führe das RS232-Signal auf eine Cinch-Buchse auf der Rückseite des Gerätes und
von da über ein abgeschirmtes Kabel bis ins Heck hinten links. Mein TMD700
sitzt unter dem CD-Wechsler hinten in dem Rack (beim A6-Avant) in dem Styropor,
was dafür ausreichend große Aussparungen besitzt. Dort kann man auch die 12V des
zusätzlichen Stromversorgungssteckers („Zigarettenanzünderbuchse) anzapfen. Die
Antenne habe ich direkt dort hinten am Kotflügel hinter dem Rack befestigt, das
Kabel ist somit nur etwa 50cm lang. Aber Vorsicht, beim ersten Avant gab es fast
ein Unglück, denn die Karosseriewand ist dort hinten doppelt und man muss
aufpassen, dass man die Antenne so einsetzt, dass man von innen drankommt um
sie ordentlich zu verschrauben. Entsprechend stark geneigte Füße gibt es z.B.
bei WIMO (für Mercedes T-Modell).
Inzwischen
habe ich den Wagen gewechselt und fahre ein 2003er-Modell, ebenfalls A6-Avant,
das Navi hat sich intern nicht geändert, lediglich die Software. Der Umbau
sieht noch genauso aus wie hier beschrieben und klappte auch wieder problemlos,
diesmal ohne Messen, einfach nach den Fotos.
Ein
Unterschied ist anscheinend, dass das GPS-Signal in dem älteren Modell immer
verfügbar war und der Wagen auch im Stand ständig seine Position sendete, ich
sah das Icon dann auch auf der Karte, wenn ich das Funkgerät vergessen hatte in
der Garage abzuschalten.
Bei
dem neueren Modell geht nach einiger Zeit nach Ausschalten der Zündung das GPS
aus, das GPS-Symbol im TMD700 hört dann auf zu blinken und er sendet dann keine
Positionsbaken mehr.
Vielleicht
ist das auch irgendwo konfigurierbar, mich hat es bisher nicht gestört, ich
schalte das Funkgerät beim Verlassen des Wagens sowieso aus.
Viel
Spaß beim basteln und viel Erfolg !
Ich übernehme natürlich
keinerlei Garantie, dass das immer so klappt, das Risiko muss jedem bewusst
sein, falls etwas dabei kaputt geht ist das richtig teuer !
Hans-Jürgen, DL5DI